Die gebürtige Münchenerin Alice Lackner studierte von 2010 bis 2015 in der Klasse von Frau Prof. Kunz-Eisenlohr an der HfMT Köln/Aachen und ergänzte ihre Ausbildung durch zahlreiche Meisterkurse und Privatunterrichte, u.a. bei Brigitte Fassbaender, Gerd Uecker, Robert Holl, Ulrich Eisenlohr und Sami Kustaloglu.

Sie ist Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes sowie Preisträgerin der Wettbewerbe “Podium junger Gesangssolisten” in Essen (2015), “cantatebach!” in Greifswald (2017) und der Kammeroper Schloss Rheinsberg (2019).

 

Als Solistin arbeitete Alice Lackner bereits mit Orchestern wie dem Russischen Staatsorchester Kaliningrad, dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt (Oder), dem Sinfonieorchester Aachen, der lautten compagney Berlin oder dem L‘Orfeo Barockorchester zusammen. 

Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und dessen Chefdirigenten Vladimir Jurowski, beispielsweise 2019 in "Die Frau ohne Schatten"  (R. Strauss) beim Musikfest Berlin und beim George-Enescu-Festival Bukarest, 2020 in Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 4 im Berliner Konzerthaus und in J.S. Bachs Magnificat beim RSB-Weihnachtskonzert, sowie 2021 mit Liedern von Stravinsky in der Berliner Philharmonie.

Für Deutschlandfunk nahm Alice Lackner mit selbigem Ensemble die russische Originalversion sowie eine deutsche Bearbeitung (V. Jurowski) von Prokofjews "Das hässliche Entlein" auf.

  

Im Opernfach wird Alice Lackner im Sommer 2021 bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik als "Olga" in Johann Matthesons "Boris Goudenow" debütieren. Zuvor war sie 2020 in Bad Lauchstädt in einer Produktion von Purcells "Dido and Aeneas" der lautten compagney Berlin zu hören, sowie 2019 bei der Kammeroper Schloss Rheinsberg als Nancy in Flotows „Martha“. Auch schon während ihres Studiums übernahm sie solistische Partien am Theater Aachen u.a. in Rusalka (Antonín Dvořák), Les Brigands (Jacques Offenbach) und in Jenufa (Leoš Janáček).

 

 Alice Lackner ist besonders rege im Konzert- und Oratorienfach tätig. Zu ihrem Kernrepertoire zählen Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart und Felix Mendelssohn Bartholdy. Aber auch seltener gespielte Werke wie die Totenmessen von Maurice Duruflé oder Franz von Suppè, das "Membra Jesu Nostri" (Dietrich Buxtehude), oder "Der Sieg des Glaubens" (Ferdinand Ries) gehören zum Repertoire der Mezzosopranistin.

  

Im Liedbereich arbeitet Alice Lackner intensiv mit der Pianistin Imke Lichtwark in Berlin zusammen; im Herbst 2021 wird die Debut-CD des Liedduos erscheinen. Die Künstlerinnen setzen in ihrer Arbeit neben dem deutschen, romantischen Repertoire einen Schwerpunkt auf die Aufführung zeitgenössischer Lieder sowie fremdsprachigen Repertoires, hierbei insbesondere aus dem slawischen und aus dem französischsprachigen Raum.

 

Alice Lackner gastiert neben ihrer solistischen Tätigkeit in diversen professionellen Vokalensembles wie dem RIAS Kammerchor, dem Chor des Bayerischen Rundfunks, dem SWR Vokalensemble, dem Berliner Rundfunkchor und dem NDR Chor. Zudem gründete sie im Jahr 2019 zusammen mit Katharina Heiligtag und Anna-Luise Oppelt das Trio meZZZovoce, welches sich einem breiten Repertoire von a-capella Musik der Renaissance bis hin zur minimal music widmet. 

 

Alice Lackner ist außerdem studierte Soziologin (M.A.) und als solche am ZOiS (Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien Berlin) wissenschaftlich tätig.

Im Jahr 2019 realisierte sie gemeinsam mit dem Londoner Fotokünstler Mark Neville ein Projekt über die Ukraine, in welchem die politische Situation der Ukraine künstlerisch erarbeitet wurde.

 

 

Zuletzt aktualisiert am 17. Juli 2021