Die Mezzosopranistin Alice Lackner ist als Opern-, Konzert- und Liedsängerin international tätig.

 

Die gebürtige Münchenerin studierte bis 2015 in der Klasse von Frau Prof. Kunz-Eisenlohr an der Musikhochschule Köln/Aachen und ergänzte ihre Ausbildung durch zahlreiche Meisterkurse und Privatunterrichte, u.a. bei Brigitte Fassbaender, Gerd Uecker, Robert Holl, Ulrich Eisenlohr und Sami Kustaloglu.

Sie ist Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes sowie Preisträgerin der Wettbewerbe “Podium junger Gesangssolisten” in Essen (2015), “cantatebach!” in Greifswald (2017) und der Kammeroper Schloss Rheinsberg (2019).

 

Als Solistin arbeitete Alice Lackner bereits mit Orchestern wie dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Russischen Staatsorchester Kaliningrad, dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt (Oder) oder dem L‘Orfeo Barockorchester zusammen. 

Im Juni 2019 gab sie ihr Debut in der Berliner Philharmonie mit Lili Boulangers "Psalm 130: Du fond de l'abîme" zusammen mit dem Collegium Musicum Berlin. Kurz darauf folgte ein Engagement in "Die Frau ohne Schatten" von Richard Strauss beim Musikfest Berlin und beim George-Enescu-Festival Bukarest. Im Januar 2020 war Alice Lackner als Solistin in Mahlers Sinfonie Nr. 4 im Berliner Konzerthaus zu hören, begleitet vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Vladimir Jurowski.

  

Im Opernfach war Alice Lackner zuletzt 2020 in Bad Lauchstädt in einer Produktion von Purcells "Dido and Aeneas" der lautten compagney Berlin zu hören. Zuvor debütierte sie 2019 bei der Kammeroper Schloss Rheinsberg als Nancy in Flotows „Martha“. Aber auch schon während ihres Studiums übernahm sie solistische Partien am Theater Aachen u.a. in Rusalka (Antonín Dvořák), Les Brigands (Jacques Offenbach) und in Jenufa (Leoš Janáček).

 

 Im Konzertfach zählen zu Alice Lackners Kernrepertoire Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart und Felix Mendelssohn Bartholdy. Aber auch seltener gespielte Werke wie die Totenmessen von Maurice Duruflé oder Franz von Suppè, das "Membra Jesu Nostri" (Dietrich Buxtehude), oder "Der Sieg des Glaubens" (Ferdinand Ries) gehören zum Repertoire der Mezzosopranistin.

  

Im Liedbereich arbeitet Alice Lackner regelmäßig mit der Pianistin Imke Lichtwark in Berlin zusammen. Das Liedduo setzt neben dem deutschen, romantischen Repertoire einen Schwerpunkt auf die Aufführung zeitgenössischer Lieder sowie fremdsprachigen Repertoires, hierbei insbesondere aus dem slawischen und aus dem französischsprachigen Raum.

 

Alice Lackner gastiert neben ihrer solistischen Tätigkeit in diversen professionellen Vokalensembles wie dem RIAS Kammerchor, dem Chor des Bayerischen Rundfunks, dem SWR Vokalensemble, dem Berliner Rundfunkchor, dem NDR Chor und dem MDR Chor.  

Zudem gründete sie im Jahr 2019 zusammen mit den Mezzosopranistinnen Katharina Heiligtag und Anna-Luise Oppelt das Trio meZZZovoce, welches sich einem breiten Repertoire von a-capella Musik der Renaissance bis hin zur minimal music widmet. 

 

Alice Lackner ist außerdem ausgebildete Soziologin (M.A.) und als solche am ZOiS (Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien Berlin) wissenschaftlich tätig.

Im Jahr 2019 realisierte sie gemeinsam mit dem Londoner Fotokünstler Mark Neville ein Projekt über die Ukraine, in welchem die aktuelle politische Situation der Ukraine künstlerisch erarbeitet wurde.

In diesem Projekt stellte Alice Lackner nicht nur ihre aktuellsten soziologischen Arbeiten zur Ukraine vor, sondern verband diese mit ihren eigenen Klavierlied-Arrangements von ukrainischen Volksliedern, welche Mark Neville an der Frontline gesammelt hatte. Abwechselnd mit dem musikalischen Teil der Performance erzählte Mark Neville von seinen persönlichen Erfahrungen im ukrainischen Kriegsgebiet und erklärte seine fotografischen Arbeiten.

Das Projekt kam im Juni 2019 in Kiew zur Uraufführung und wurde im Oktober 2019 in Berlin wiederholt.

 

 

Zuletzt aktualisiert am 27. Oktober 2020